Für die FDP ist jedoch klar: Der Welterbestatus darf nicht nur neue Anforderungen mit sich bringen, sondern muss auch mit konkreter Unterstützung verbunden sein.
„Eigentum verpflichtet, aber nicht einseitig“, sagt die kulturpolitische Sprecherin Katharina Concu. „Der Welterbestatus ist eine Auszeichnung für Berlin und unseren Bezirk, deshalb dürfen die Eigentümer nicht allein gelassen werden.“ Concu fordert deshalb das Land Berlin auf, die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen, damit die Untere Denkmalschutzbehörde in Steglitz-Zehlendorf personell verstärkt werden kann. „Eine bessere personelle Ausstattung ist Voraussetzung für eine zügige und kompetente Beratung der Eigentümer sowie für eine effiziente Begleitung denkmalrechtlicher Verfahren“, unterstreicht Concu.
Darüber hinaus fordert Concu im Sinne des Subsidiaritätsprinzip ein Landesförderprogramm, das private Eigentümer bei der denkmalgerechten Sanierung und Modernisierung ihrer Häuser finanziell unterstützt.
„Seit der Nachnominierung habe ich zahlreiche Kommentare aus dem politischen Umfeld gehört, die den Realitäten vor Ort leider nicht gerecht werden. Es ist keineswegs günstig, fast 100 Jahre alte Häuser denkmalgerecht instand zu setzen. Damit die historische Bausubstanz entsprechend den Vorgaben des Denkmalpflegeplans dauerhaft erhalten werden kann, sind erhebliche Investitionen notwendig. Viele Familien haben ihre Häuser erst vor wenigen Jahren kreditfinanziert erworben und können diese zusätzlichen Kosten nicht einfach schultern. Wer sich politisch für den Welterbestatus starkmacht, muss deshalb auch die Eigentümer bei dieser Aufgabe unterstützen.“
Concu betont, dass ein wirksamer Denkmalschutz nur gemeinsam mit den Eigentümern gelingen kann. Davon profitieren nicht nur die Bewohner der Waldsiedlung, sondern ganz Berlin – denn das UNESCO-Welterbe stärkt die Attraktivität der Stadt weit über ihre Grenzen hinaus.
Für die FDP gilt deshalb: Welterbe bedeutet Verantwortung. Diese Verantwortung trägt die Politik nicht nur gegenüber dem kulturellen Erbe, sondern auch gegenüber den Menschen, die es Tag für Tag erhalten.
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