Kiosk an der Rehwiese: Beschlossen – und dann?
27. August 2026
Wer Ausbildung und Fachkräfte sichern will, muss auch passenden Wohnraum mitdenken. Gerade für Auszubildende ist bezahlbarer Wohnraum in Berlin ein großes Problem. Deshalb hat die FDP-Fraktion ein Azubi-Dorf für Steglitz-Zehlendorf vorgeschlagen. Die Idee: bezahlbaren Wohnraum schaffen, der vorrangig jungen Menschen mit einem Ausbildungsplatz bei einem Betrieb im Bezirk zur Verfügung steht. Leider fand der Antrag in der BVV Steglitz-Zehlendorf keine Mehrheit. Damit ist die Idee zunächst ausgebremst – das Problem allerdings keineswegs gelöst.
Drei von zehn Berliner Ausbildungsbetrieben berichten, dass Jugendliche in den vergangenen fünf Jahren ihre Ausbildungsstelle wegen fehlenden Wohnraums nicht angetreten haben. Gleichzeitig wünschen sich rund 65 Prozent der Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger eigenen Wohnraum.
„Während es mit dem Studentendorf bereits ein entsprechendes Angebot gibt, fehlt eine vergleichbare Lösung für Auszubildende in Steglitz-Zehlendorf. Dabei brauchen wir sie genauso dringend – für unsere Betriebe, für die Fachkräftesicherung und für junge Menschen, die sich mit ihrer Ausbildung eine eigene Zukunft aufbauen wollen“, unterstreicht die FDP-Fraktionsvorsitzende Mathia Specht-Habbel.
Auszubildende verdienen während ihrer Ausbildung naturgemäß weniger als ausgebildete Fachkräfte. Auf dem angespannten Berliner Wohnungsmarkt haben sie deshalb häufig kaum eine Chance auf eine bezahlbare eigene Wohnung. Eine Ausbildung darf aber nicht daran scheitern, dass das passende Zimmer fehlt.
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