FDP-Fraktion kritisiert
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26. Juni 2026
Die angespannte Schulplatzsituation in Steglitz-Zehlendorf zeigt einmal mehr, dass gute Bildungspolitik nicht bei wohlklingenden Versprechen enden darf. Aktuell sorgt die geplante Auslagerung von zwei siebten Klassen der Max-von-Laue-Schule an ein Oberstufenzentrum (OSZ) für große Verunsicherung und wirft grundsätzliche Fragen zur Schulorganisation in Berlin auf.
Aus Sicht der FDP-Fraktion ist die Situation das Ergebnis einer Schulpolitik, die auf steigende Schülerzahlen und veränderte Anmeldeverfahren nicht ausreichend vorbereitet war. Die Folgen bekommen nun Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte zu spüren. Doch: Wenn der Berliner Senat Wahlfreiheit verspricht, muss er auch dafür sorgen, dass sie in der Praxis funktioniert.
Der schulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Søren Grawert erklärt: „Die Ausgliederung zweier siebter Klassen aus der Max-von-Laue-Oberschule ist eine Zumutung für die betroffenen Schüler, Lehrer und Eltern. Eine landesweit verfehlte Schulorganisation und die überhastete und unstrukturierte Reform des Übergangs aufs Gymnasium haben zu einer eklatanten Überlastung der Sekundarschulen im Berliner Südwesten geführt, die Schulen und Bezirk nun ausbaden müssen. Freie Kapazitäten an Oberstufenzentren können für nahegelegene Sekundarschulen und vor allem ältere Jahrgänge sinnvoll genutzt werden. Dass sich aber ausgerechnet die jüngsten Klassenstufen nun plötzlich an einem vier Kilometer entfernten OSZ ohne Anbindung an die eigene Schulgemeinschaft wiederfinden, ist vollkommen unvermittelbar. So wird die Wahlentscheidung von Eltern und Schülern zur Makulatur. Die unhaltbare Situation bei der Schulplatzvergabe muss daher dringend verbessert werden. Effizientere Schulorganisation und digitale sowie transparente Anmeldeverfahren müssen Standard werden. Außerdem sollte auch Gymnasien die Möglichkeit eingeräumt werden, das Abitur nach 13 Schuljahren anzubieten, sodass Eltern und Schüler, die ein zusätzliches Schuljahr präferieren, nicht noch zusätzlich in die Integrierten Sekundarschulen gedrängt werden."