Endlich der Startschuss für neuen Wohnraum in Lichterfelde Süd
5. Juni 2026FDP-Fraktion kritisiert
19. Juni 2026
Die Erneuerung von Wasserleitungen ist notwendig. Die derzeitigen Planungen der Berliner Wasserbetriebe für den Teltower Damm lassen jedoch befürchten, dass Zehlendorf vor der nächsten jahrelangen Horror-Baustelle steht. Die FDP-Fraktion in der BVV Steglitz-Zehlendorf fordert deshalb eine grundlegende Überarbeitung der Pläne.
Besonders kritisch sieht die FDP-Fraktion die vorgesehene Bauzeit von viereinhalb Jahren. Ursprünglich war von rund zwei Jahren die Rede. Eine derart lange Baustelle ist den Anwohnerinnen und Anwohnern nicht vermittelbar und würde den gesamten Bereich über Jahre hinweg massiv belasten. Hinzu kommt die geplante Umleitung des Verkehrs über den Dahlemer Weg. Sie droht zusätzlichen Schleichverkehr in den angrenzenden Wohngebieten auszulösen und gefährdet die Schulwegsicherheit in den Kiezen. Gleichzeitig sollen die Bauarbeiten zeitlich mit der Sanierung der S-Bahnbrücke am Teltower Damm zusammenfallen. Zwei Großbaustellen gleichzeitig – das wäre ein Verkehrschaos mit Ansage.
„Nach den Erfahrungen am Hindenburgdamm müssen bei allen Verantwortlichen die Alarmglocken schrillen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Mathia Specht-Habbel. „Die vorgelegten Planungen lassen nichts Gutes erahnen. Bevor hier Fakten geschaffen werden, müssen die Auswirkungen auf die Anwohner, den Kiez und den Verkehr unabhängig untersucht werden.“
Die FDP-Fraktion fordert daher ein unabhängiges Verkehrsgutachten sowie eine Neuplanung, die die Belastungen für die Menschen vor Ort deutlich reduziert. Außerdem muss die Erreichbarkeit der Pflegeeinrichtung am Teltower Damm während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt gewährleistet bleiben.
Das Ziel ist klar: Notwendige Infrastrukturmaßnahmen ja – aber keine zweite Horror-Baustelle, die Zehlendorf über Jahre lahmlegt.
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