Bei Breitenbachplatz und „Schlange“ bezirksübergreifend zusammenarbeiten
22. Mai 2026

Pragmatismus statt Dauerbaustelle

Seit fast zehn Jahren zieht sich die Grundsanierung des U-Bahnhofs Schloßstraße hin. Für die Fahrgäste bedeutet das vor allem eines: Einschränkungen, Unsicherheit und eine Baustelle ohne sichtbares Ende. Aus Sicht der FDP-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf ist klar: Dieser Zustand darf nicht dauerhaft so bleiben.
„Der U-Bahnhof ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in unserem Bezirk. Täglich sind viele Menschen auf eine funktionierende und verlässliche U9 angewiesen – auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder beim Einkaufen in der Schloßstraße. Gerade deshalb braucht es jetzt endlich Fortschritte bei der Sanierung und eine Lösung, die praktikabel ist“, unterstreicht die Fraktionsvorsitzende Mathia Specht-Habbel.

Ein wesentlicher Grund für die massiven Verzögerungen sind nach Einschätzung der BVG die seit dem Denkmalschutz-Eintrag von 2017 geltenden Auflagen. Die Planungen mussten mehrfach überarbeitet werden, Bauabläufe wurden verzögert und knappe Planungsressourcen gebunden. Gleichzeitig steigen die Kosten weiter an. Inzwischen werden für die Grundsanierung rund 60 Millionen Euro veranschlagt. Ein erheblicher Teil davon entfällt allein auf denkmalrechtliche Anforderungen. „Denkmalschutz ist wichtig – aber er darf nicht dazu führen, dass ein dringend notwendiges Infrastrukturprojekt über Jahre blockiert wird“, betont Specht-Habbel. „Wenn Auflagen dazu führen, dass Sanierungen kaum vorankommen, Kosten immer weiter steigen und Fahrgäste jahrelang mit einer Dauerbaustelle leben müssen, braucht es eine ehrliche Neubewertung.“

Die Freien Demokraten setzen sich deshalb dafür ein, zu prüfen, ob der U-Bahnhof Schloßstraße aus der Denkmalliste gestrichen werden kann oder die bestehenden Auflagen zumindest so angepasst werden, dass die Sanierung zeitnah umgesetzt werden kann. „Ziel ist nicht Konfrontation, sondern eine vernünftige Lösung. Alle Beteiligten sollten jetzt gemeinsam einen tragfähigen Kompromiss finden“, sagt Specht-Habbel. Im Mittelpunkt muss stehen, dass der Bahnhof modern, sicher und zuverlässig für alle nutzbar wird. Dazu gehört auch, umfassende Barrierefreiheit herzustellen, Angsträume und unübersichtliche Bereiche abzubauen und den Bahnhof nach dem heutigen Stand der Technik weiterzuentwickeln. Die BVG braucht hierfür Planungssicherheit und die Möglichkeit, die Bauarbeiten zügig und wirtschaftlich umzusetzen. „Die Menschen erwarten zu Recht einen funktionierenden U-Bahnhof – keinen jahrelangen Stillstand“, so Specht-Habbel. „Berlin braucht eine leistungsfähige Infrastruktur und einen Staat, der Lösungen möglich macht. Genau dafür setzen wir uns ein.“

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FDP-Fraktion der BVV Steglitz-Zehlendorf, Inhaber: Fraktionsvorsitzende: Mathia Specht-Habbel (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
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