„In diesen Tagen wurde deutlich, worauf es in einer Krise wirklich ankommt: Menschen für Menschen“, gibt die Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten in der BVV Steglitz-Zehlendorf Mathia Specht-Habbel zu Protokoll. Gespräche, Nähe und gegenseitige Unterstützung waren entscheidend – gerade für alleinstehende Menschen. Im Büro der FDP-Fraktion, das von Montag bis Donnerstag für die Betroffenen offen stand, fanden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger während des Blackouts Zuflucht. Sie kamen, um Handys und LED-Lampen zu laden, sich bei Tee und Kaffee aufzuwärmen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Wie viele es genau waren, lässt sich kaum beziffern – sicher ist aber: Der Bedarf war groß. Die Fraktion hatte zur Weitergabe an Betroffene auch Spenden erhalten: Schlafsäcke, Powerbanks und Kurbelradios gingen an dankbare und von der Hilfsbereitschaft überwältigte Menschen.
Aber es traten auch die seit langem bekannten Schwachstellen im Berliner Katastrophenschutz zu Tage. Nun, da der Strom über eine provisorische Leitung wieder überall in Steglitz-Zehlendorf ankommt, beginnt die Analyse der Ausnahmesituation: wieso sind kritische Infrastrukturen nicht ausreichend geschützt, wie funktionierte der Katastrophenschutz, was muss zukünftig anders laufen, wie können Berlin und die Bürger besser vorbereitet sein? Denn: Gemeinschaft hilft in der Not, doch sie kann fehlende Vorbereitung nicht aufwiegen.
Die FDP-Fraktion hat dazu bereits eine Schriftliche Anfrage eingereicht:
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