Ziel ist es, Kinder frühzeitig vor den Gefahren nicht altersgerechter Mediennutzung zu schützen und Eltern für ein verantwortungsbewusstes Handeln zu sensibilisieren. Vorab sollen Kitas, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen über die Aktion informiert und zur Teilnahme eingeladen werden. Als Kooperationspartner ist unter anderem die Elisabeth-Klinik an der Potsdamer Chaussee vorgesehen.
„Eltern tragen die Verantwortung für den Mediengebrauch ihrer Kinder – aber sie brauchen die richtigen Informationen und oftmals Unterstützung“, erklärt die Antragsinitiatorin und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Kultur Katharina Concu. „Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion im Bezirk können wir Bewusstsein schaffen, präventiv wirken und Eltern konkrete Hilfestellungen geben.“
Die Nachfrage nach Unterstützung beim verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones, Tablets, Videospielen und sozialen Medien steigt stetig. Die Jugend-Stadträtin hatte in der BVV zuvor auf
Anfrage von Concu auf die zunehmende Mediennutzung von Kindern hingewiesen: Bereits mehr als jedes vierte Vorschulkind verbringt täglich mindestens eine Stunde vor dem Bildschirm, bei 6 Prozent sind es sogar mehr als zwei Stunden. Fachleute warnen vor den Folgen nicht altersgerechter Nutzung, darunter mögliche emotionale Vernachlässigung und Beeinträchtigung der kindlichen Entwicklung – Stichwort „digitaler Autismus“ und „Phubbing“.
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