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Fast zehn Jahre dauert nun schon die Grundinstandsetzung des U-Bahnhofs Schloßstraße. Zeit, dass die BVG zu Potte kommt - wäre da nicht der Denkmalschutz.
„Es kann nicht sein, dass der Denkmalschutz den Einbau eines Aufzugs auf zehn Jahre verhindert. In der Zeit ist ein Baby groß und geht bereits auf eine weiterführende Schule.“, kommentiert die Fraktionsvorsitzende Mathia Specht-Habbel die jüngsten Berichte, wonach die Bauarbeiten erst in den 2030er Jahren abgeschlossen sein sollen. Die FDP-Fraktion in der BVV Steglitz-Zehlendorf fordert daher zu prüfen, ob der U-Bahnhof Schloßstraße wieder aus der Denkmalliste gestrichen werden kann, da insbesondere die hohen Auflagen der Oberen Denkmalschutzbehörde für die Verzögerungen verantwortlich seien. Neue Anforderungen führten dazu, dass ständig neu geplant werden müsste, was sowohl die personellen Ressourcen der Beteiligten sprenge, als auch die Kosten stetig in die Höhe treibe.
„Die aktuelle Situation kommt de facto einem Baustopp gleich, der die Stadt viel Geld kostet, aber kein Stück voran bringt“, meint Specht-Habbel und fügt hinzu: „Ein funktionierender ÖPNV für alle ist wichtiger als am Sichtbeton des Bahnhofs eine Holzbrettstruktur aufwendig wiederherzustellen!“ Zudem ist es für die FDP-Fraktion ein Unding, dass zugunsten des Denkmalschutzes Angsträume erhalten bleiben sollen. „Hier braucht es mehr Pragmatismus, statt starres Verwaltungshandeln!“, fordert Specht-Habbel.
Zum Hintergrund :
Der U-Bahnhof Schloßstraße wurde 1974 gebaut und 2017 während der laufenden Arbeiten unter Denkmalsschutz gestellt. Die Grundinstandsetzung wurde auf 60 Millionen Euro geschätzt, wovon zirka ein Drittel der Kosten auf den Denkmalschutz entfallen. Ohne Denkmalschutzauflagen hätte die Sanierungsmaßnahme bis 2020 abgeschlossen sein können.