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1. September 2026
Pressemitteilung

 

FDP-Fraktion mahnt:

Historische Verantwortung endet nicht durch Vertagung

Nach Jahren der Aufarbeitung und politischer Vorarbeit fehlt nur noch die Entscheidung über den Rückkauf des Wolffsohn-Grundstücks am Stölpchensee. „Wenn die Entscheidung über einen möglichen Rückkauf des ehemaligen Grundstücks der Familie Wolffsohn am Stölpchensee in dieser Legislaturperiode nicht mehr fallen wird, stellt sich weiterhin die Frage nach der politischen Verantwortung“, stellt die FDP-Bezirksverordnete Katharina Concu fest. Denn nach Jahren der historischen Aufarbeitung und umfangreicher politischer Vorarbeit ist das Verfahren inzwischen weit vorangeschritten.
„Die politischen Schritte sind erfolgt. Der Weg zum Rückkauf ist bereitet. Jetzt fehlt nur noch die Entscheidung. Doch offenbar ist die Sorge vor einem Präzedenzfall größer als der politische Mut, jetzt auch den letzten Schritt zu gehen“, meint Concu.

Seit Ende 2023 erinnert eine Gedenkstele am Stölpchensee an Karl Wolffsohn. Die Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf hat sich 2025 für einen Rückkauf ausgesprochen. Im Juni 2026 wurde zudem öffentlich berichtet, dass der Regierende Bürgermeister Kai Wegner einen Rückkauf grundsätzlich unterstützt und das Verfahren auf Landesebene weiterverfolgt werden sollte. Damit schien der Weg für eine politische Entscheidung weitgehend bereitet.

Dass die Entscheidung nun dennoch nicht mehr in dieser Legislaturperiode fallen soll, wirft für Concu eine grundsätzliche politische Frage auf: „Wenn eine Entscheidung nach Jahren der Aufarbeitung und politischer Vorarbeit erneut vertagt wird, ist das keine reine Verwaltungsfrage mehr. Dann stellt sich die Frage nach dem politischen Willen, Verantwortung auch tatsächlich zu übernehmen.“

Für Concu geht es dabei um mehr als die Frage nach dem Umgang mit einem einzelnen Grundstück. Der Fall Wolffsohn stelle eine grundsätzliche Frage an den demokratischen Rechtsstaat: Ist der Staat bereit, aus der Erkenntnis eigenen historischen Fehlverhaltens auch Konsequenzen zu ziehen? „Wie oft kann Politik Unrecht anerkennen, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen? Rechtsstaatlichkeit zeigt sich nicht nur darin, dass der Staat seine Bürger an Recht und Gesetz bindet. Sie zeigt sich auch darin, dass der Staat bereit ist, eigenes Unrecht anzuerkennen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Gedenken allein reicht nicht. Erinnerung muss der Schlüssel für sichtbare Konsequenzen sein.“

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FDP-Fraktion der BVV Steglitz-Zehlendorf, Inhaber: Fraktionsvorsitzende: Mathia Specht-Habbel (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
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