Vor dem Hintergrund des geplanten Berliner Kleingartengesetzes des schwarz-roten Senats, das bis zu 80 Prozent der Kleingartenparzellen auf landeseigenen Flächen dauerhaft absichern soll, gibt die FDP-Fraktion zu bedenken, dass viele Berliner Kleingärten teils Vorratsflächen für die Stadtentwicklung sind – wie im Falle der Kleingärten in Lankwitz entlang der Anhalter-Bahn-Trasse. Es müssten daher innovative Lösungen für eine Balance zwischen Stadtgrün und Infrastrukturentwicklung gefunden werden.
„Die Kleingartenkolonie der Deutschen Bahn in Lankwitz wird im Zuge des Bahnausbaus weichen müssen.Wir Freie Demokraten begrüßen die Stärkung der Infrastruktur, sehen jedoch gleichzeitig den Bedarf für einen nachhaltigen und zukunftsorientierten Ausgleich der wegfallenden Gartenflächen“, sagt die umweltpolitische Sprecherin Katharina Concu. „Vertikale Gärten können einen guten Kompromiss darstellen, denn sie sind platzsparend, ökologisch wertvoll und fördern das Stadtklima. Urban Gardening ist zudem eine Möglichkeit, Bürgerengagement, Nachhaltigkeit und moderne Stadtentwicklung miteinander zu verbinden.“ Vertikale Gartenprojekte entlang der Bahntrasse könnten von Initiativen, Schulen oder Vereinen gepflegt und genutzt werden.
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